Vendor Central vs. Seller Central
Bei Vendor Central verkauft die Marke an Amazon (B2B, Wholesale). Bei Seller Central verkauft die Marke direkt an Endkunden (D2C). Vendor ist Invitation-only, Seller Central offen für alle.
Der Vendor-Prozess
Ablauf: (1) Amazon sendet Purchase Order mit Bestellmengen und Preisen, (2) Marke liefert an Amazon-Lager, (3) Amazon verkauft Ware selbst, (4) Amazon setzt Endpreise autonom, (5) Marke wird nach Netto-30 oder Netto-60 bezahlt.
Chargebacks und Compliance
Vendor-Kritische Themen: PO-Fill-Rate (>95% erwartet), ASN (Advance Shipping Notice) korrekt, Verpackungsvorschriften (Amazon Prep), Route Guides. Bei Verstößen fallen automatische Chargebacks an (typisch 3-5% der PO-Wert). Enterprise-Vendoren brauchen dediziertes Vendor-Management.
Wann Vendor sinnvoller ist
Vendor lohnt sich für: etablierte Marken mit stabilen Umsätzen, Marken die keine eigene Kunden-Kommunikation aufbauen wollen, Marken mit hohen Volumina und effizienter Produktion. Bei Marken mit stark schwankender Nachfrage oder Fokus auf Direktkontakt zum Endkunden ist Seller Central meist besser.