Amazon Ratgeber

Amazon Verkaufsgebühren 2026: Alle Fees im Überblick

Amazons Gebührenstruktur ist komplex: Referral Fees, FBA-Kosten, Storage Fees, Return Processing und Advertising - im schlimmsten Fall gehen 30 bis 45 Prozent des Endpreises an Amazon. Dieser Ratgeber bricht alle Gebührenarten 2026 verständlich auf und zeigt, wo Marken hebeln können.

Referral Fee - die Verkaufsprovision

Die Referral Fee ist die zentrale Amazon-Verkaufsprovision. Sie beträgt in den meisten Kategorien 15 Prozent des Verkaufspreises (inkl. Versandkosten). Für Elektronik und Computer gelten meist 8 Prozent, für Beauty und Fashion 15 Prozent, für Bücher 15 Prozent. Die vollständige Liste liefert Amazon Seller Central.

FBA-Kosten - Fulfillment by Amazon

FBA-Gebühren setzen sich zusammen aus (1) Fulfillment-Fee pro Bestellung (je nach Größenklasse), (2) monatliche Lagergebühren pro Kubikmeter, (3) Long-Term-Storage-Fee für Ware älter als 365 Tage, (4) Entsorgungs- und Rückversand-Gebühren. Ein Standard-Produkt (Small/Standard) kostet etwa 3-5 € Fulfillment-Fee. Bei sperrigem Sortiment (Oversize) können die Fees auf 15-30 € pro Bestellung steigen.

Return Processing Fee - neu ab 2024

Amazon berechnet für viele Kategorien eine Return Processing Fee bei Retouren über einer bestimmten Rate. Vor allem Fashion und Kategorien mit hoher Retourenquote sind betroffen. Für seriöse Kosten-Kalkulation muss diese Fee einbezogen werden - sonst überschätzt man die Netto-Marge.

Advertising - der versteckte Kostenblock

Amazon Sponsored Ads und DSP sind faktisch verpflichtend für sichtbares Ranking. Realistisch fallen für die meisten Marken 5-15 Prozent des Amazon-Umsatzes für Ads an. Wer Ads komplett vermeidet, verliert Sichtbarkeit an aggressive Wettbewerber. Für nachhaltiges Wachstum ist eine strukturierte Ad-Strategie unvermeidbar - eine spezialisierte Amazon PPC Agentur optimiert genau hier.

Was Marken tatsächlich behalten

Grobe Rechnung für ein typisches D2C-Produkt: 25 Prozent Referral Fee + FBA, 10 Prozent Ads, 5 Prozent Retouren = 40 Prozent Kostenblock durch Amazon. Wenn Produktkosten (COGS) 30 Prozent sind, bleibt netto 30 Prozent Marge übrig - bei stabilem Sortiment. Deshalb ist saubere Kalkulation und laufende Optimierung so wichtig.

Fazit und nächster Schritt

Amazons Gebührenstruktur ist unübersichtlich aber steuerbar. Wer die richtige Sortiment-Struktur wählt (FBA vs. FBM je nach Größe/Umschlagsgeschwindigkeit), sein Ad-Budget effizient managt und Retouren proaktiv minimiert, holt aus jedem Amazon-Euro deutlich mehr Marge. Für eine strukturierte Analyse lohnt sich eine professionelle Amazon-Agentur-Betreuung oder unser bewährter eFLY Amazon Blueprint.

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